Broadcast denkt II

Ich begrüße wirklich die Debatte über österreichische Musik im Radio. Der Standard beteiligt sich auf hohem Diskussionsniveau und heizt mit richtigem Maß an. Die SPÖ fordert eine #Mindestquote, die ÖVP spricht sich auch dafür aus. Warum diese nicht ausverhandelt wird oder fixiert – geht es hier um Geld, daß große Plattenfirmen in Österreich parken, um im Radio den Platzhirsch zu stellen? Das Argument, österreichische Musik sei nicht gut genug, kann nicht zählen und stimmt nicht. Vielmehr hat niemand hier eine Ahnung davon, solange keine breiten Massenmedien unsere Musik spielen! Wie soll das bitte ohne gehen? Zufallstreffer landen, ein bißchen Airplay und dann? Der ganze Musikmarkt leidet, Förderungen sind fragwürdig, wenn die geförderten Produkte keinen Absatzmarkt finden, keinen geförderten Markt, keine Sicherheit! Diese Debatte führen wir wahrscheinlich seit es Popularmusik in Österreich gibt, gerade scheint ein Zeitpunkt zu sein, daß wirklich darüber nachgedacht wird, laßt uns eine bessere Musikwelt in Österreich schaffen, für die Musikerinnen hier, die hart dafür arbeiten! In diesem Sinne danke ich Frau Lichtenegger für ihre Worte und alles was es ausgelöst hat. Ich gebe Euch ein Tagesbeispiel: Joe Pinkl, ein begnadeter Musiker und Arrangeur hat heute wunderschöne Bläsersätze für den Mary Broadcast Song “Promise In The Dark” eingespielt. Das Arrangment wurde extra von ihm geschrieben. Stephan Deutsch saß an den Aufnahmereglern. Das Studio wurde mit viel Mühe und Geld eingerichtet. Ich, Mary Broadcast, habe die Songs geschrieben, getextet und mit der Band geprobt und eingespielt, schlussendlich eingesungen. Das sind Stunden, die wir investieren und niemals in Geld aufwiegen könnten. Wir tun das, um die Welt da draußen mit Musik zu versorgen. Bei nicht mal 10 Prozent österreichischer Musikanteil im Radio – im Jahr – wird es dieser Song sicherlich nicht ins Radio schaffen und viele Ohren nicht erreichen. Bei 40 Prozent erhöht sich die Chance, daß ein Song des nächsten Albums Minuten im Radio findet deutlich, die Qualität stimmt, vielleicht ist Mary Broadcast und andere Musik von hier nicht #Mainstream, aber weniger Mainstream hat noch nie geschadet – schafft uns eine reelle Chance! Übirgens, wir haben die 50 Fan-Marke bei unserem #Crowdfunding Projekt für das nächste Album überschritten, wir werden in wenigen Tagen anfangen, Packages zu verhöckern, die es in sich haben, stay tuned and support Austrian Music! http://www.startnext.de/marybroadcast

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Broadcast denkt

Aus der Osterliebe zurück, in einen österreichischen Shitstorm und ich live dabei. Der Storm entlädt sich ziemlich heftig, es empört genau jene Berufsgruppe, die hier irgendwo im Nichts schwebt. Wir kämpfen und rackern tagtäglich, um irgendwie zu überleben, doch eigentlich wollen wir Euch nur mit unserer Musik beglücken, aber wie, wenn allerorts die Unterstützung fehlt. Hier kämpfen Musikprofessoren für einen Mindestprozentanteil österreichischer Musik im Radio, hier gibt es vielleicht 10 Fördertöpfe, die selten bei denen landen, die Geld wirklich bräuchten, um ihre Qualität nach außen zu tragen. Hier wird das kreative Potential schon vor der Blüte mit Überlebenskämpfe gekillt. Ein hartes Geschäft, aber, wo ist der Ort, wo es uns MusikerInnen besser erginge? Das Internet ist ein schöner Ort, um sich selbstzuverwirklichen! Jeder kann hier was werden! Die ganze Welt steht uns offen, liegt uns zu Füssen, wir können einen Youtube Hit landen und brauchen öffentlich-rechtliche Sender gar nicht dazu, wir können einen Radio Hit landen, weil wir vorher einen Youtube Hit hatten und oder auch ohne Youtube Hit, der kommt dann später. Es geht alles, mit viel Geld, mit wenig eher wenig. Es gibt nun schier tausende Wege der Unabhängigkeit für uns, die Sichtweise von außen auf uns aber hat sich kaum geändert. Wer sich als MusikerIn durchschlägt, ist Teil einer Arbeitsgruppe und sollte daher Unterstützung kriegen, von allen Seiten oder zuminest von einer. Versicherung, Pension, Förderungen, Airplays, Fernsehauftritte, Musikformate, gefördterte Veranstalter, Musikzeitschriften… einen ganzen Tag nur österreichische Musik! Die Ohren würden Euch aufgehen, was es hier an Talenten und Schönheit gibt, von der niemand was weiß! Für Fleisch aus Österreich wird Werbung gemacht, die Angst geht um, wenn die Voest und Raiffeisen überlegen abzuwandern, da wird Geld fließen, es wird sich die ganze Welt überlegen, wie die Wirtschaft und der Sozialstaat Hand in Hand in die Zukunft gehen sollen, ohne das irgendwer von uns auf Luxus verzichtet… Und wir werden weiter machen, klein anfangen, eventuell groß werden, mittelgroß, ganz groß und in Wahrheit sähe es sehr sehr traurig aus auf dieser Welt ohne Musik. Deswegen, Broadcast macht weiter, immerhin ist dieses Leben auch recht schön und eigenständig, ein bißchen Wertschätzung hie und da würde schon etwas gut tun. Und um so schöner, daß ein neuer Mix eines neuen Liedes für das nächste Album gerade reingeflattert gekommen ist. Im Übrigen, hier wird gerade wieder gekämpft, mit allen Mitteln und die Hoffnung stirbt nicht, daß zumindest ein Song etwas Erleichterung verschaffen wird und in die große weite Welt flattert, über die Grenzen Österreichs hinaus… #Dawa #Tinitrampler #Bernhardeder #Alexmiksch #Tombeck #Alfredgoubran #Birgitdenk #Marybroadcast #Sheandthejunkies #KönigLeopold #Mikavember #Bobbygeloso #Fii #Furylovesyou #Nifties #Lylit #Manuelnormal #anstattblumen #charlesraven … unendlichst.

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#Dizzy

Die Woche fängt morgen spannend an: #Mary Broadcast live @ Waschsalon, Vienna, 19h ( Westbahstraße 60 / 1070 Wien ) – Schmutzwäsche einpacken, waschen und uns zuhören! Für das Konzert und auch das nächste Album habe ich einen neuen Text für #PromisInTheDark geschrieben. Der alte war nicht mehr zeitgemäß. Hat mich zu sehr an einen unangenehmen One Night Stand erinnert…Mit Lupe könnte der Lyriczettel lesbar sein! Und morgen hättet ihr auch 2 Songwünsche aus dem Mary Broadcast Katalog frei!

Außerdem dann übermorgen Mary Broadcast und #Jimi Dolezal in der Jury für das Supertalent, wir werden für die Teilnehmer den Song #RollingInTheDeep performen. Wer will, kann antürlich vorbei kommen! Siehe Flyer!

Nun ganz was anderes, der #MaryBroadcastNewsletter ist heute wieder verschickt worden – eine Gelegenheit Euch dran zu erinnern, daß ihr wirklich etwas verpasst, wenn ihr ihn noch nicht ganz einfach abonniert habt, indem ihr mir eure Mailadresse schickt, oder Euch auf unserer Homepage anmeldet. Im Newsletter steht vieles persönlich und ausführlich erklärt, was in dem letzten Monat im #MaryBroadcastKosmos passiert ist. Für alle, die kein Facebook wollen, die Möglichkeit, nichts zu verpassen und alle kommenden Konzerte auf einen Blick! Das #BroadcastService hat ebenso seit heute eröffnet, alles, was ihr wissen wollt an marybroadcast@gmail.com ! So und nun verabschiedet sich die Mary Broadcast ins Bett, ich bin etwas #dizzy und will morgen fit sein.

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Mikrokosmos einer Musikerin

Ist ist ja nicht so, daß es mit dem Aufnehmen getan wäre. Kanäle optimieren, einen Experten dafür treffen, das Wissen verdauen und umsetzen ( das allein dauert schon Wochen – ist aber ganz lustig und außerdem ein rieiesen danke an Mr. Expertise ), die Übersicht nicht verlieren, Prioritäten setzen, was ist überhaupt machbar?, was sinnvoll?, was wichtig? Förderanträge stellen, Partner für das Album suchen, nachdenken, über Sponsoren nachdenken, ein Konzept schreiben, ein Konzept erfinden, erfinden, erfinden, finden!, Budget planen, wo noch wenig zu planen ist. Einen gemeinsamen Kalender bauen und aktualisieren, Termine hätten wir ja genug, kreativ sein, ich schreibe Euch gerade neue Songs aus meinem Mikrokosmus, im speziellen, über meinen Beziehungswahnsinn. Ich habe eine To-Do Liste, die kann ein Mensch allein gar nicht abarbeiten. Der Verlag und ich, wir haben heute 5 Stunden lang probiert Chaos zu entschärfen und irgendwie ist es uns gelungen. Gespräche führen, Telefonate untereinander zuschanzen, dazwischen einsingen gehen, die aufgenommenen Trax anhören, musikalische Entscheidungen treffen, ein Crowdfounding Projekt austüfteln, was könnte euch Spaß machen? Dazwischen ein kleines Drehbuch für ein Motivationsvideo aus dem Boden stampfen und das Video auch. Sich zum Proben treffen und dann Konzerte spielen! Falsche Wimpern kaufen und den richtigen Kleber! Über die Fotos nachdenken, die wir machen werden, über mich nachdenken, wer bin ich eigentlich? Konzerte buchen für die Tour, Tourwege festlegen, innovativ sein, den Bandbus aufstellen. Und dann manchmal komme ich heim und ein Lied wartet auf mich. Heute kam das Mastering zu “Pride And Joy” aus Finnland, das ich dort im Herbst aufgenommen habe. I’m in the Mood. Und probier’ jetzt was aus #loveme.

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